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Geologische Landesaufnahme
Welche Bohrverfahren werden mit der mobilen Bohranlage durchgeführt?

Die mobile Bohranlage des LBEG wird ausschließlich für Trockenbohrverfahren im Lockergestein eingesetzt, bei denen das Bohrgut auf mechanischem Weg an die Oberfläche gefördert wird. Für Einsätze im Festgestein ist die LBEG-eigene Bohranlage nicht geeignet.

Im Drillbohrverfahren wird eine Endlos-Bohrschnecke, ähnlich wie bei einer Handbohrmaschine, in den Untergrund gedreht. Das Bohrgut wird auf den Wendeln der Bohrschnecke an die Oberfläche transportiert und dort in drei Meter langen Strecken ausgelegt, fachlich beschrieben und ggf. beprobt.

Im Bohrverfahren Schneiden und Ziehen wird, wie im Drillbohrverfahren, zunächst eine Endlos-Bohrschnecke bis zur Zielteufe in den Untergrund gedreht. In der gewünschten Tiefe schneidet sich die Bohrschnecke dann maximal drei Meter in den Zielhorizont hinein. Wie bei einem Korkenzieher wird dann das gesamte Bohrgestänge gezogen und senkrecht stehend ausgebaut. Dabei verbleibt das Bohrgut in den untersten drei Metern fest auf der Wendel der Bohrschnecke und kann vom Bohrteam detailliert beschrieben und beprobt werden.

Bei der Rammkernbohrung zur Gewinnung von vollständigen Bohrkernen wird ein Kernrohr mit eingebautem PVC-Rohr in einer Schutzverrohrung in einer bestimmten Teufe schlagend in den Untergrund getrieben. Wenn das Kernrohr gefüllt ist, wird es mit einem Seil an die Oberfläche geholt, ausgebaut und der im PVC-Rohr enthaltene Bohrkern entnommen. Dieser Prozess wird kontinuierlich bis zur Zieltiefe wiederholt.

In den genannten Bohrverfahren des LBEG werden keine Flüssigkeiten oder chemischen Zusätze in den Untergrund eingebracht. Zur Reinigung des Bohrgestänges wird ausschließlich sauberes Wasser mit Trinkwasserqualität aus einem mitgeführten Wassertank verwendet.